Zertifizierungsverfahren

Mit der kostenlosen BNE-Zertifizierung soll die Qualität von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der außerschulischen Bildung in Brandenburg verbessert und transparent gemacht werden. Außerschulische Bildungsakteur*innen erhalten im Rahmen des Zertifizierungsprozesses die Möglichkeit, ihre eigene Bildungsarbeit entlang der BNE-Qualitätskriterien zu reflektieren und weiterzuentwickeln - und damit  gemeinsam einen großen Schritt nach vorn zu machen.


Am 2. Juni 2020 fand die erste, konstituierende Sitzung der Zertifizierungskommission statt. Nach einer ersten Testphase für die Brandenburger BNE-Zertifizierung können nun Anträge auf Zertifizierung gestellt werden. Akteur*innen, die sich für eine Zertifizierung interessieren, haben die Möglichkeit sich vor der Antragstsellung mit ihren Fragen bei der Servicestelle zu melden.

Nächste Frist für die Einreichung von Anträgen: 15.04.2022

Wie läuft eine Zertifizierung ab?

Information und Beratung

Zur ersten Information über die Zertifizierung finden jährlich drei Online-Informationsveranstaltungen sowie bei Bedarf weitere Beratungsgespräche statt. Die Teilnahme an einer der Informationsveranstaltungen ist verpflichtend für die Einreichung eines Antrags.

Antragsstellung

Die Antragstellung erfolgt direkt bei der Servicestelle BNE, die den Antragsbogen bereitstellt und für weitere Fragen zur Verfügung steht. Weitere erläuternde Informationen zur Zertifizierung und notwendigen Unterlagen können hier abgerufen werden.

Prüfung durch die Servicestelle

Die Servicestelle prüft den Antrag auf Vollständigkeit, klärt mögliche Nachfragen und gibt bei Bedarf weitere Hilfestellung. Sie wählt für jede*n Antragstellende*n bis zu zwei Berater*innen aus, die dem/der Antragstellenden im weiteren Prozess bis zur Zertifizierung beratend zur Seite stehen. Die Berater*innen sind selbst BNE-Akteur*innen und unterstützen auf Augenhöhe.

Beratung vor Ort

Die Berater*innen besuchen den/die Antragstellende*n vor Ort, führen Gespräche zu Angebot und Organisation und besichtigen die Einrichtung/den Lernort. Ergebnisse und mögliche Entwicklungspotenziale für die weitere Arbeit werden gemeinsam festgehalten.

Entscheidung der Zertifizierungskommission

Auf Grundlage des Antrags und der vereinbarten Entwicklungsziele entscheidet die Zertifizierungskommission über die Zertifizierung.Dabei kann es zu einer Annahme, einer Ablehnung oder einer Rückstellung des Antrags kommen.

Offizielle Verleihung

Die Zertifikatsübergabe findet im Rahmen einer feierlichen Auszeichnung durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) statt. Mit der Auszeichnung wird dem/der Bildungsakteur*in die Qualität seiner/ihrer Arbeit bestätigt. Das erhaltene Zertifikat gilt zunächst vier Jahre und kann in dieser Zeit für die Öffentlichkeitsarbeit der Einrichtung genutzt werden. Zertifizierte Anbieter*innen erhalten darüber hinaus eine Hausplakette zur Sichtbarmachung der Zertifizierung.

Rezertifizierung

Für eine Re-Zertifizierung nach vier Jahren müssen die Aufrechterhaltung der Qualität und Fortschritte bei der Umsetzung der festgehaltenen Entwicklungsziele nachgewiesen werden. In der Zeit bis zur möglichen Rezertifizierung besteht ein regelmäßiger Kontakt zur Servicestelle. Zertifzierte bilden darüber hinaus ein Netzwerk und werden im Rahmen von Vernetzungstreffen und Berater*innenworkshops involviert.



Im gesamten Prozess der Zertifizierung steht die Servicestelle BNE als Ansprechpartnerin und Unterstützerin für antragstellende Personen und Einrichtungen zur Seite. Darüber hinaus fungiert sie als Geschäftsstelle der Zertifizierungskommission und hat als solche eine begleitende Funktion für deren Mitglieder.

Bereits zertifizierte BNE-Anbieter*innen und weitere Bildungsakteur*innen finden Sie auf unserer BNE-Landkarte.

Informationen zu Zertifizierungen in anderen Bundesländern sind in unserem Materialien-Bereich unter "BNE in anderen Bunesländern" zu finden.